Zossen, 15. März 2026 – Am vergangenen Sonntag trafen sich 13 motivierte Karateka aus zwei verschiedenen Vereinen in Zossen, um ihre Fähigkeiten abseits der klassischen Kata und Kihon-Techniken zu erweitern. Unter der fachkundigen Leitung von Koshinkan-Instruktor Proft Sensei stand das hochaktuelle und wichtige Thema „Gefahrenwahrnehmung“ auf dem Programm.
Ein zentraler Aspekt des Lehrgangs war das intensive Training der verschiedenen Distanzzonen. Gepaart mit den essenziellen mentalen Prinzipien Mushin (der leere Geist) und Zanshin (die wache Achtsamkeit) wurde in abwechslungsreichen Partnerübungen an der eigenen Wahrnehmung und Reaktion gearbeitet. Dabei lag der Fokus stets auf einem klaren, vierstufigen Ablauf:
1. Erkennen: Frühzeitiges Wahrnehmen einer potenziellen Bedrohung.
2. Einordnen: Die Situation blitzschnell und korrekt bewerten.
3. Angemessene Reaktion: Handeln, ohne zu überziehen, angepasst an die jeweilige Gefahr.
4. Nachbereitung: Die Situation sichern, den eigenen Zustand prüfen und das Geschehene mental verarbeiten.
Um die Theorie greifbar zu machen, baute Proft Sensei im weiteren Verlauf verschiedene Szenarien auf, welche die Teilnehmenden durchlaufen mussten. Hierbei nahm sich der Instruktor viel Zeit, um das Verhalten der Trainierenden genau zu analysieren. Er ging gezielt auf aufgetretene Fehler ein und gab allen Beteiligten sehr hilfreiche, praktische Tipps mit auf den Weg. Im Vordergrund stand dabei immer die Devise: Die beste Selbstverteidigung ist es, Gefahren vorausschauend zu umgehen, noch bevor sie eskalieren.
Der Lehrgang bot allen 13 Teilnehmerinnen und Teilnehmern wertvolle und lehrreiche Einblicke in die praktische Selbstbehauptung und stärkte das Bewusstsein für alltägliche Gefahrensituationen.









