Brandenburg an der Havel, August 2026 – Was in einer Schulsport-AG begann, führt nun auf die nationale Bühne: Mia Pfeiffer ist für die Saison 2026/2027 in den Talentkader des Deutschen Karate Verbandes (DKV) berufen worden. Damit gehört die Nachwuchssportlerin aus Brandenburg an der Havel zum Bundeskader – der höchsten Nachwuchsstruktur des deutschen Karatesports.
Der Grundstein: drei Jahre Schulsport-AG
Mias Weg begann an der Wilhelm-Busch-Schule in Brandenburg an der Havel. Seit drei Jahren trainiert sie dort in der Karate-Schulsport-AG, die – wie an fünf weiteren Schulen der Region – vom Verein Toleranz durch Bildung und Sport e. V. (TdBuS e. V.) betreut und durchgeführt wird. In diesem niedrigschwelligen Angebot wurden die technischen und athletischen Grundlagen gelegt, auf denen ihre heutige Leistung aufbaut.
Genau darin liegt die besondere Bedeutung dieser Nominierung: Sie zeigt, dass ein schulisches Breitensportangebot bis in den Spitzensport tragen kann, wenn Talent, Wille und Struktur zusammenkommen.

Beweglichkeit als Grundlage – Mia Pfeiffer in voller Wettkampfausrüstung.
Der Einstieg in den Wettkampfsport
Über den Verein Sho Dan Sha Kai e. V. fand Mia den Weg in den Wettkampfbetrieb. Das Trainingspensum stieg deutlich an, hinzu kamen die Ranglistenturniere des Landes. Ihre konstant erfolgreichen Platzierungen führten zur Aufnahme in den Landeskader Kumite.
Ein entscheidender Standortvorteil kam ihr dabei zugute: Mit dem Landesleistungsstützpunkt direkt in Brandenburg an der Havel stehen ihr optimale Trainingsbedingungen unmittelbar vor Ort zur Verfügung – von qualifizierter Betreuung bis hin zu einer Trainingsfrequenz, wie sie im Leistungssport erforderlich ist.

Kumite-Training am Landesleistungsstützpunkt Brandenburg an der Havel.
Außergewöhnlicher Wille als Schlüssel
Was Mia auszeichnet, ist ihre Bereitschaft, wirklich jede sich bietende Trainingsmöglichkeit zu nutzen. Zusatzeinheiten, Lehrgänge, Stützpunkttraining – kaum ein Angebot, das sie auslässt. Diese Konsequenz über Jahre hinweg ist es, die den Unterschied macht und die nun mit der Nominierung für den Bundeskader belohnt wurde.
Die Aufnahme in den Talentkader ist keine Formalie: Sie erfolgt bundesweit nach klaren sportlichen Kriterien und ist einer sehr kleinen Zahl von Nachwuchsathletinnen und -athleten vorbehalten. Für einen Verein aus Brandenburg ist das ein herausragender Erfolg.
„Mia hat sich das über Jahre selbst erarbeitet. Wir haben ihr in der Schul-AG die Tür geöffnet – hindurchgegangen ist sie ganz allein, mit einer Disziplin, die man in diesem Alter selten sieht“, so Marc Puhlmann, Trainer des TdBuS e. V.
Ausblick
Mit der Kaderzugehörigkeit 2026/2027 stehen Mia zusätzliche Lehrgänge, Sichtungen und nationale Wettkämpfe offen. Der TdBuS e. V. und der Sho Dan Sha Kai e. V. gratulieren herzlich und werden ihren weiteren Weg begleiten.






